Mit der Entscheidung für einen Aus­bil­dungs­be­ruf in der Justiz des Landes treffen Sie die richtige Wahl. Das Angebot der Justiz ist vielseitig und bietet jungen Menschen eine interessante Perspektive: Es reicht vom Fach­hoch­schul­stu­di­um als Rechts­pfle­ger­in/Rechts­pfle­ger bis zur Ausbildung für den allgemeinen Vollzugs- und Werksdienst bei den Justiz­voll­zugs­an­stal­ten.

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Ausbildung zum/zur Justizfachangestellten beim Amtsgericht Lemgo

Das Amtsgericht Lemgo ist Ausbildungsgericht für das Berufsbild des/der Justizfachangestellten. Diese Berufsausbildung ist staatlich anerkannt und damit bundeseinheitlich geregelt. Der nächste Einstellungstermin ist der 1. September 2018.

Die Ausbildung dauert 2 1/2 Jahre. Bewerber/innen müssen mindestens die Fachoberschulreife haben.

Die Ausbildung

In einer Einführungszeit lernen die Auszubildenden zunächst die Aufgaben der Amtsgerichte und deren Organisation kennen und sammeln bereits erste Erfahrungen in der Aktenbearbeitung. Die weitere Ausbildung erfolgt dann in den einzelnen Abteilungen des Amtsgerichts z.B. Familiengericht, Strafabteilung oder Grundbuchamt. Hier sind Service-Einheiten eingerichtet. Dort nehmen die Justizfachangestellten büroorganisatorische und verwaltende Aufgaben wahr und sind Ansprechpartner für Rat suchende Bürger. Sie sind überwiegend in den Service-Einheiten der Fachgebiete Zivilprozess, Zwangsvollstreckung, Insolvenzen, Ehe- und Familiensachen, Strafprozess, Grundbuch, Nachlass, Register, Vormundschaft und Betreuungen tätig.

Im Rahmen der Ausbildung werden folgende berufliche Fähigkeiten vermittelt:

Justizfachangestellte

  • setzen Informations- und Kommunikationstechniken aufgabenorientiert ein,
  • erteilen Auskünfte,
  • nehmen Anträge, Rechtsmittel, Rechtsbehelfe und Erklärungen auf,
  • führen Registraturarbeiten durch,
  • führen Dateien und Karteien,
  • bearbeiten Posteingang und -ausgang,
  • berechnen, vermerken und überwachen Fristen,
  • gewähren Akteneinsicht,
  • fertigen Schriftstücke aus und beglaubigen Schriftstücke,
  • veranlassen Veröffentlichungen,
  • erheben statistische Daten,
  • veranlassen Zustellungen und überwachen deren Ausführung,
  • erstellen Protokolle,
  • berechnen Kosten,
  • überwachen Zahlungseingänge.

Berufsschule

Begleitend zur Ausbildung gehört auch der regelmäßige Besuch der Berufsschule. Die Berufsschule befindet sich in Bielefeld muss wöchentlich an 2 Tagen besucht werden.

Erholungsurlaub

Jeder/Jedem Auszubildenden steht selbstverständlich auch Erholungsurlaub zu. Der Urlaub sollte möglichst in den Schulferien genommen werden. Zurzeit besteht ein Urlaubsanspruch pro Kalenderjahr von 29 Tagen, für nicht volle Kalenderjahre anteilig.

Vergütung

Die Ausbildungsvergütung beträgt:

  • 1. Ausbildungsjahr: ca. 936 €
  • 2. Ausbildungsjahr: ca. 990 €
  • 3. Ausbildungsjahr: ca. 1.040 €

Bewerbungen

Ab dem Einstellungsjahrgang 2014 können die Bewerbungen für die Ausbildung zur/zum Justizfachangestellten nur noch im Online-Verfahren über das Bewerbungsportal der Justiz erfolgen. Bewerbungen sind ab sofort möglich.

Voraussetzung zur Teilnahme am Auswahlverfahren sind mindestens ausreichende Leistungen im Fach Deutsch in den letzten beiden erteilten Zeugnissen, ferner ein Durchschnitt in den Fächern Deutsch, Mathematik und einer Fremdsprache aus den letzten beiden erteilten Zeugnissen, die einen Punktwert von mehr als 1,0 ergeben, wobei die Note sehr gut 4 Punkten und die Note Mangelhaft 0 Punkten entspricht.

Berechnen Sie online Ihren Notendurchschnitt in den genannten Fächern.

Weitere Informationen

Antworten auf Fragen zur Ausbildung erhalten Sie von Frau Asrar, Telefon 05261 257-108
kirsten.asrar@ag-lemgo.nrw.de (kirsten.asrar@ag-lemgo.nrw.de) E-Mail-Adresse, öffnet Ihr Mail-Programm